Schon seit langem war es ein Traum von mir, nach dem Ende des ersten Arbeitslebens, sprich nach der Pensionierung, noch einmal etwas ganz Neues zu beginnen, bevorzugt im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit.
Als ich im Sommer 2022 eine Stellenausschreibung von horizont3000 für die Stelle eines Managementberaters in Mosambik las, habe ich mich darauf beworben. Über einige Umwege hat diese Bewerbung dazu geführt, dass ich heute in Beira, Mosambik bin.
Hier ist meine Vorstellung auf der Seite von horizont3000: https://www.horizont3000.org/en/articles/new-on-deployment-johann-felser

Eine eigene Herausforderung war die Sprache. In Mosambik wird Portugiesisch gesprochen. Ich musste die Sprache unbedingt gut können, wenn ich in diesem Land arbeiten wollte. Ursula und ich haben uns deshalb entschlossen, einen Sprachkurs in Portugal zu besuchen. Daraus ist ein 5-wöchiger Aufenthalt in Porto im Juni/Juli 2023 geworden, mit vielen neuen und wunderbaren Eindrücken.




Danach war ich mit meinem Portugiesisch immer noch nicht zufrieden. Ich habe deshalb auf preply.com einen online-Lehrer gesucht und gefunden: Paulo aus Beira, Mosambik.
Nach einem guten halben Jahr Sprachtraining war mein Portugiesisch bei meiner Ankunft in Mosambik dann tatsächlich flüssig. Das habe ich mit Paulo bei unserem ersten Treffen in Beira gefeiert:

Seit 1. April 2024 arbeite ich nun bei Young Africa. Das ist eine unabhängige lokale NGO, die in ihren Ausbildungszentren in Beira und Dondo (Landwirtschaft) junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren in einer breiten Palette von Handwerksberufen ausbildet.
Young Africa hat es sich zur Aufgabe gemacht, jungen Menschen eine technische Berufsausbildung und damit Zugang zu einkommensschaffenden Tätigkeiten zu ermöglichen. Jedes Jahr werden mehr als 1.000 Studenten ausgebildet.

Young Africa arbeitet an der Verbesserung der Strukturen, Prozesse und des Finanzmanagements. Das soll ich als Managementberater unterstützen.
Das Ausbildungszentrum in Beira funktioniert gut und ist auch ausreichend finanziert. Die Farm in Dondo dagegen hat große Schwierigkeiten, sowohl beim Ausbildungsbetrieb selbst als auch bei der landwirtschaftlichen Produktion, die der Ausbildung dient. Dort wird wohl ein Tätigkeitsort von mir sein. Mal schauen, ob ich da etwas bewegen kann.

Derzeit bin ich noch „in Ausbildung“ und versuche, mir einen Überblick über die Organisation zu verschaffen. Ich versuche einerseits das Geschäftsmodell im Detail zu begreifen und andererseits die Zahlenbasis zu verstehen, damit ich weiß, was diese Information wert ist. Ich fange also in der Buchhaltung an 🙂
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