Companheiras

Über Vermittlung von Lelio, Landesdirektor von horizont3000 und Donna Achia von LeMuSiCa in Chimoio wird ein Kontakt zur Frauenrechtsorganisation GMPIS hergestellt. Wir besuchen die Frauen in Manga, ein Stadtteil von Beira.

Lelio, Antonia, Ines, Jubeda, Linda

Bei einem ersten Austausch erfahre ich, dass es diese Organisation bereits seit 10 Jahren gibt und alle auf freiwilliger Basis dafür arbeiten. Finanzielle Unterstützung erhalten sie unter anderem von der Deutschen NGO Brot für die Welt.

Hier geht es um die Rechte der Frauen, häusliche oder sexualisierte Gewalt, es geht um Solidarität und gegenseitige Unterstützung, sowie auch um die Unterstützung der Frauen in Cabo Delgado. Cabo Delgado liegt im Norden von Mosambik, wo derzeit muslimische Rebellen von Tansania herüber kommen und sehr viel zerstören. Frauen und Kinder müssen vor den Rebellen fliehen, verlieren ihre Heimat, leben unter sehr schwierigen Bedingungen und brauchen dringend Unterstützung.

Von 20.-22. August 2024 gibt es zuerst einen eintägigen Strategieworkshop mit Sylvie Desautels (Maputo) und Heike Friedhoff (Nairobi) und anschließend zwei Tage Training für einen erweiterten Kreis zum Thema Kampf gegen häusliche Gewalt sowie über den Umgang mit Kultur und Tradition.

In Arbeitsgruppen werden Visionen erarbeitet, Fragen gemeinsam ausgearbeitet und anschließend präsentiert. Jede Arbeitsgruppe bekommt Applaus!

Dazwischen wird mal gesungen oder getanzt. Sie sprechen sich gegenseitig als Companheira (Genossin) an.

Immer wieder ertönt ihr Slogan: Mexeu com uma, mexeu com todas. – Legst du dich mit einer an, legst du dich mit allen an.

Man ist abwechselnd mit anderen Frauen in einer Gruppe. So sammeln wir im nächsten Arbeitskreis mit Ines (Leiterin von GMPIS) Ideen zu den Werten von GMPIS und zu ihrem Motto und Slogan.

Das gemeinsame Singen und Tanzen bringt Bewegung hinein.

Hier wird lange gekocht und ein gutes Mittagessen für alle vorbereitet. Es gibt Xima (Maisbrei), Reis, Sauce aus diversen Blättern (schmeckt ähnlich wie Spinat) und Hähnchen.

Am zweiten Tag sind wir eine große Gruppe von gut 50 Frauen. Es sind aus jedem der 13 Distrikte der Provinz Sofala Frauen gekommen. Pro Distrikt sind es 4 Frauen, wobei sie darauf achten, dass eine Frau mit viel Erfahrung dabei ist (die auch beim Strategie Workshop mitgewirkt hat) und dann noch junge Frauen aus dem Distrikt als Multiplikatorinnen dazukommen.

Ines, Heike, Mariana (aus Caia, 6-7 Stunden mit dem Auto entfernt) und Linda

Am zweiten Tag geht es um das Thema häusliche Gewalt, da kann ich leider nicht dabei sein.

Am dritten Tag bin ich bei einem Training zum Thema Kultur und Tradition dabei. Dazu spielen einzelne Gruppen Theater und erzählen, wie früher die Rollenverteilung Mann / Frau war und wie sie es heute verändern möchten.

Zum Abschluss bekommen die Frauen den Auftrag, in jedem Distrikt eine Radiosendung zu gestalten über das Thema häusliche Gewalt sowie Kultur und Tradition. Also das, was sie im Workshop erarbeitet haben, soll via Radio an die Frauen im jeweiligen Distrikt weitergegeben werden!

Mit einer Frau aus Marrameou, im Landesinneren. Sie ist ca. 8 Stunden angereist.

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